Wie und wo bringt man eine Satellitenschüssel am besten an?

Über Jahrzehnte hinweg, lange bevor Internetkabel weiträumig verlegt und Fernsehprogramme online zugänglich wurden, galten Kabel und Satellit als klassische Empfangswege für Fernseh-Funkwellen. Dies bringt den misslichen Umstand mit sich, dass am Haus eines jeden Empfängers eine Satellitenschüssel angebracht werden muss, um die entsprechenden Funkwellen empfangen zu können. Noch heute fragen sich zahlreiche Hausbesitzer, die ihr Fernsehprogramm via Satellit empfangen, wo und wie man die Schüssel optimalerweise anbringen sollte. Muss man dabei als Mieter Rücksicht auf den Vermieter nehmen? Welche Auswirkungen ergeben sich für den Empfang bei der Justierung?

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Südausrichtumg und hohe Montage empfehlenswert

Zunächst gilt es festzuhalten, dass der Empfang signifikant von der richtigen Montage und Ausrichtung abhängt. Mieter müssen sich vor der Montage unbedingt die Erlaubnis vom Vermieter bzw. der Eigentümergemeinschaft einholen. Vermieter, die vertraglich Sat zusichern, müssen sich auch um die Bereitstellung kümmern. Des Weiteren muss ein Satelliten-Receiver im Haus vorhanden sein. Dann kann es losgehen: Experten raten dazu, dass die Sicht gen Süden frei sein sollte. Dachvorsprünge, dichte Büsche oder hochgewachsene Bäume hindern den Empfang bereits merklich. Geeignete Orte stellen daher vor allem Dächer und hohe Positionen an Hauswänden dar. Letztere gestalten sich aufgrund der leichten Erreichbarkeit vom Fenster aus als sicherer. Wahlweise kann auch ein freistehender Ort außerhalb der Wohnung oder des Hauses gewählt werden, beispielsweise im Garten. Zusätzlich sollte die Schüssel bequem erreichbar sein. Einige Male im Jahr muss eine Satellitenschüssel von Schnee befreit oder gewartet werden, um auch zukünftig besten Empfang in Haus und Wohnung zu garantieren.

Möglichst zu zweit und vorsichtig montieren

Nach der Montage steht die Ausrichtung der Schüssel an. Auch hierbei empfiehlt sich eine Südausrichtung. Zudem müssen Neigungswinkel und Horizontalwinkel passend justiert werden. Wer die Satellitenschüssel selbst anbringen möchte, kann dabei auf die jeder Schüssel beiliegenden Angaben zurückgreifen. Generell liegt der Neigungswinkel bei etwa 30 Grad, während der Horizontalwinkel bei circa 10 Grad Ost liegt. Optimalerweise kümmern sich zwei Personen um die Ausrichtung. Eine der beiden Personen überprüft das Signal Sat, indem sie auf den Bildschirm schaut und weitergibt, wenn das Fernsehbild klar ist. Die zweite Person kümmert sich währenddessen um die Feinjustierung. Die befestigende Person sollte ausreichend geschützt sein. Ein Abrutschen vom Dach beim Anbringen der Schüssel sollte in jedem Fall absolut ausgeschlossen sein. Sinnvollerweise erfolgt die Anbringung daher auch bei Tageslicht und klarem Wetter. Um dennoch testen zu können, wie der Empfang bei schlechtem Wetter aussieht, kann der Tester einfach ein nasses Tuch verwenden und mit diesem den Low Noise Block abdecken. Verschlechtert sich das Signal zum Satelliten, sollte eine Rejustierung erfolgen.

Sat zu empfangen, stellt aufgrund der vergrößerten Programmvielfalt eine unterhaltsame Bereicherung dar und zahlt sich aus. Trotz allem sollten Empfänger bei der Installation und Justierung von Satellitenschüsseln darauf achten, keine gefährdenden Risiken einzugehen.