Muss eine Satellitenschüssel zusammengebaut werden?

Jeder, der sich seine Sat-Anlage nicht von einem Fachbetrieb installieren lässt, muss die Satellitenantenne selbst zusammenbauen. Das hört sich jedoch sehr viel schlimmer an, als es im Grunde genommen ist. In den meisten Fällen ist es so, dass sämtliches Montagematerial bereits zum Lieferumfang gehört. Es sind je nach Modell der Satellitenschüssel einige Werkzeuge erforderlich, die ohnehin in nahezu jedem Haushalt vorhanden sind. Spezialwerkzeuge sind nicht erforderlich.

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Der Zusammenbau einer Sat-Antenne

Zu einer Satellitenantenne gehören die Schüssel, eine Masthalterung, ein Ausleger und ein LNB. LNB ist die Abkürzung für Low Noise Block. Das ist das elektronische Bauteil einer Satellitenanlage, an dem sich auch der Anschluss, oder bei einem Mehrfach-LNB mehrere Anschlüsse, für das Kabel befinden. Des Weiteren befinden sich Befestigungsschrauben unterschiedlicher Größe im Lieferumfang.

Im ersten Schritt erfolgt das Anbringen der Schüssel an die Masthalterung. Zur Befestigung sind stabile Gewindeschrauben vorhanden. Am unteren Bereich der Masthalterung wird der Ausleger ebenfalls mit Schrauben angebracht. Zur Montage des LNB befindet sich eine Halterung aus Kunststoff im Lieferumfang. Darin wird der LNB eingeklemmt und am Ende des Auslegers befestigt. Damit ist der Zusammenbau der Antenne bereits erledigt. Für die Montage ist mit einem Zeitaufwand von etwa 15 Minuten zu rechnen.

Die Montage der Sat-Antenne am Mast

An der Masthalterung ist der Neigungswinkel verstellbar. Diese Funktion dient zur Einstellung des sogenannten Höhenwinkels. Der Höhenwinkel ist abhängig vom jeweiligen Wohnort. Die Satelliten, die das Fernsehprogramm über Astra ausstrahlen, befinden sich in der Höhe des Äquators. Deshalb verringert sich der Höhenwinkel, je weiter sich die Empfangsanlage in nördlicher Richtung befindet. Die erforderlichen Werte für die Höhenwinkel lassen sich einfach im Internet recherchieren. Es ist sinnvoll, den Winkel bereits vor der Montage grob einzustellen. Die Feinjustierung erfolgt später.

Die Ausrichtung der Satellitenschüssel zum optimalen Empfang

Die meisten deutschsprachigen Sender werden über Astra ausgestrahlt. Diese Satelliten befinden sich exakt 19,2 Grad Ost. Die Antenne braucht also nur in südliche Richtung ausgerichtet werden, um sie dann um 19,2 Grad in östliche Richtung zu schwenken. Ein Kompass ist dabei hilfreich. Am schnellsten gelingt die Ausrichtung mit einem sogenannten Sat-Finder. Das ist ein kleines kostengünstiges Gerät zur Ermittlung der optimalen Position. Mittels Leuchtdioden oder durch ein akustisches Signal erfolgt die Ausrichtung der Schüssel. Zum Empfang der Fernseh- und Radiosender ist eine präzise Ausrichtung unvermeidbar. Dazu ist ein wenig Geduld erforderlich.

Den Receiver anschließen

Zu einer Sat-Anlage gehört auch ein entsprechendes Empfangsgerät, das Receiver genannt wird. Der LNB der Antenne wird mittels Kabel mit dem Receiver verbunden. Dazu ist ein sogenanntes Koaxialkabel erforderlich. Dieses besteht aus einem Kupferkabel, das Seele genannt wird. Die Seele ist mit einer Isolierung versehen. Darüber befindet sich eine Litze sowie eine abschließende Isolationsschicht. An diesem Kabel müssen noch die Stecker montiert werden. Die Montage ist recht einfach.

Nachdem die Schüssel und der Receiver mit dem Kabel verbunden sind, muss nur noch eine Verbindung zum Fernsehgerät erfolgen. Bei älteren Geräten geschieht dies mittels Scartkabel. Neuere Geräte sind mit HDMI-Buchsen ausgestattet. Diese Technik erlaubt die Übertragung im HD-Format.